Der europäische Steuerberater in Italien

Die deutschen Steuerberater und Wirtschaftprüfer können dank des europäischen Gemeinschaftsrechts ihren Beruf auch in Italien ausüben. Das Gemeinschaftsrecht unterscheidet diesbezüglich grundsätzlich zwischen zwei Arten der Berufausübung - der Dienstleistungs- und der Niederlassungsfreiheit.

Charakteristisch für die Dienstleistungsfreiheit ist, dass die Erbringung der jeweiligen Dienstleistung nur zeitweilig und gelegentlich erfolgt, der Sitz des Dienstleisters sich also nach wie vor in einem anderen Mitgliedstaat befindet. Die Niederlassungsfreiheit hingegen wird dadurch gekennzeichnet, dass der Steuerberater (oder der Wirtschaftsprüfer) seine Tätigkeit dauerhaft im Ausland ausübt.

Jedoch sieht die Anerkennung des Wirtscahftsprüfers- und des Steuerberaterstitel anders aus, als die des Rechtsanwalts.

Während sich der deutsche Anwalt als "deutsche Rechtswalt" präsentieren darf,bis er den italienischen Titel nicht erworben hat, muss ein deutscher Steuerberater sowie ein deutscher Wirtschaftsprüfer den italienischen Titel erwerben, um seine Berufstätigkeit in Italien durchzuführen. Dies ergibt sich aus einer verschiedener Normierung dieser Berufe: die Berufsanerkennung der Qualifikation der Steuerberater und der Wirtschaftsprüfer ist durch die Richtlinie 2005/36/EG geregelt, die Ausübung des Rechtsanwaltsberufs in einem anderen Mitgliedstaat als dem, in dem die Qualifikation erworben wurde, ist durch die Richtlinie 98/5 geregelt.

Wenn Sie das Thema der Anerkennungsregelungen vertiefen möchten, könnte Ihnen die Internetseite der EG hilfreich sein.

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